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Jugendrat Agenda 2030

Jugendgeführtes Beratungsgremium für Nachhaltige Entwicklung

Ich baue mit einem kleinen Team den Jugendrat Agenda 2030 auf: ein Gremium aus 14 jungen Menschen zwischen 16 und 28 Jahren, das der Schweizer Politik und Verwaltung sagt, was junge Menschen zu wichtigen Zukunftsfragen denken. Zum Beispiel in den Bereichen Klima, Bildung, KI oder soziale Gerechtigkeit. Der Rat berät direkt die zwei Bundesrats-Delegierten, die für die Umsetzung der Agenda 2030 zuständig sind. Anders als bei einzelnen Projekten oder Anlässen soll das keine einmalige Sache sein, sondern bis 2030 bestehen bleiben, so wie es zum Beispiel ähnliche Jugendräte in Dänemark oder Finnland schon gibt. Die Mitglieder werden durch ein offenes Bewerbungsverfahren durch ein Advisory Board ausgewählt, wobei auf eine angemessene Vertretung der Sprachregionen, Geschlechter und Bildungswege geachtet wird.

Projekt von
  • Aneschka Berchtold
  • Alexis Balimann
  • Noé Délèze
  • Eda Shatku
  • Giulia Dalila Mazzone
  • Lorenzo Mazzone
  • Jens Thomsen
  • Antonia Straden
  • Lorenz Henggeler
  • Luna Duttli
Award-Teilnahme

2026

Impressionen

Nach einem Gespräch mit Daniel Dubas und Markus Reubi, den zwei Delegierten des Bundesrates für die Agenda 2030
Nach einem Gespräch mit Daniel Dubas und Markus Reubi, den zwei Delegierten des Bundesrates für die Agenda 2030 © Jugendrat 2030
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Podiumsdiskusion an der Climate Week Zurich, organisiert durch das Projektteam des Jugendrates Agenda 2030, zum Thema Jugendpartizipation in der Agenda 2030
Podiumsdiskusion an der Climate Week Zurich, organisiert durch das Projektteam des Jugendrates Agenda 2030, zum Thema Jugendpartizipation in der Agenda 2030 © Jugendrat 2030
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Der Vorstand des Trägervereins des Jugendrates Agenda 2030 mit Markus Reubi und Staatssekretär Alexandre Fasel.
Der Vorstand des Trägervereins des Jugendrates Agenda 2030 mit Markus Reubi und Staatssekretär Alexandre Fasel. © Jugendrat 2030
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Nach einem Gespräch mit Daniel Dubas und Markus Reubi, den zwei Delegierten des Bundesrates für die Agenda 2030
Nach einem Gespräch mit Daniel Dubas und Markus Reubi, den zwei Delegierten des Bundesrates für die Agenda 2030 © Jugendrat 2030
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Podiumsdiskusion an der Climate Week Zurich, organisiert durch das Projektteam des Jugendrates Agenda 2030, zum Thema Jugendpartizipation in der Agenda 2030
Podiumsdiskusion an der Climate Week Zurich, organisiert durch das Projektteam des Jugendrates Agenda 2030, zum Thema Jugendpartizipation in der Agenda 2030 © Jugendrat 2030
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Der Vorstand des Trägervereins des Jugendrates Agenda 2030 mit Markus Reubi und Staatssekretär Alexandre Fasel.
Der Vorstand des Trägervereins des Jugendrates Agenda 2030 mit Markus Reubi und Staatssekretär Alexandre Fasel. © Jugendrat 2030
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Nach einem Gespräch mit Daniel Dubas und Markus Reubi, den zwei Delegierten des Bundesrates für die Agenda 2030
Nach einem Gespräch mit Daniel Dubas und Markus Reubi, den zwei Delegierten des Bundesrates für die Agenda 2030 © Jugendrat 2030
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Podiumsdiskusion an der Climate Week Zurich, organisiert durch das Projektteam des Jugendrates Agenda 2030, zum Thema Jugendpartizipation in der Agenda 2030
Podiumsdiskusion an der Climate Week Zurich, organisiert durch das Projektteam des Jugendrates Agenda 2030, zum Thema Jugendpartizipation in der Agenda 2030 © Jugendrat 2030
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Der Vorstand des Trägervereins des Jugendrates Agenda 2030 mit Markus Reubi und Staatssekretär Alexandre Fasel.
Der Vorstand des Trägervereins des Jugendrates Agenda 2030 mit Markus Reubi und Staatssekretär Alexandre Fasel. © Jugendrat 2030
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Fragen an die Projektmachenden

Wie wollt ihr eure Idee umsetzen? Was braucht ihr dafür?

Wir haben dafür 2026 einen eigenen Verein gegründet, der den Jugendrat trägt und finanziell sowie organisatorisch absichert. Ein Sekretariat wird sich ab 2027 um die laufende Arbeit kümmern: Sitzungen organisieren, Kontakte pflegen, Finanzen und Berichte. Aktuell suchen wir Fördergelder, unter anderem von Stiftungen und vom Bund, um die nächsten vier Jahre zu finanzieren. Ausserdem brauchen wir Partnerorganisationen, die uns fachlich und mit ihrem Netzwerk unterstützen, sowie die Zusammenarbeit mit den Bundesämtern ARE und EDA, die uns bereits schriftlich ihre Unterstützung zugesichert haben. Zuletzt brauchen wir engagierte junge Menschen aus der ganzen Schweiz, die sich für den Rat bewerben (Stand jetzt haben wir bereits über 60 Bewerbungen!).

Was hat euch zu diesem Projekt inspiriert? Was treibt euch an?

Als Schweizer UNO-Jugenddelegierte habe ich gemerkt, wie schwierig es ist, die Vielfalt junger Menschen glaubwürdig zu vertreten, wenn nur eine einzelne Person spricht. An internationalen Konferenzen habe ich gesehen, dass andere Länder das besser lösen und zwar mit richtigen Jugendräten statt Einzelpersonen. Mich stört, dass junge Menschen von politischen Entscheidungen besonders betroffen sind, aber kaum mitbestimmen können: In der Politik sind unter 30-Jährige stark untervertreten. Das will ich ändern, nicht nur mit einer einmaligen Aktion, sondern mit etwas, das langfristig bleibt und wirklich Gewicht hat.

Was möchtest du mit dem Projekt erreichen/ausprobieren?

Ich möchte, dass es in der Schweiz einen festen, anerkannten Ort gibt, an dem die Stimme junger Menschen regelmässig gehört wird. Konkret heisst das: zweimal im Jahr ein verbindliches Treffen mit den Bundesrats-Delegierten, schriftliche Empfehlungen und einen regelmässigen Austausch mit Schulen und Jugendorganisationen. Nebst der beratenden Funktion wird der Jugendrat gleichaltrige zudem zu Themen der Agenda 2030 sensibilisieren, indem er z.B. Workshops an Schulen durchführt.

Wo möchtest du dich in dem Projekt persönlich weiterentwickeln?

Ich will lernen, wie man mit Bundesämtern und Politiker:innen auf Augenhöhe verhandelt und ein Projekt über Jahre hinweg trägt, statt nur ein einzelnes Ereignis zu organisieren. Dazu gehört, ein Team zu führen, einen Verein aufzubauen, Fördergelder zu sichern und gleichzeitig unabhängig zu bleiben. Ich möchte auch besser darin werden, komplexe politische Anliegen so zu erklären, dass sie für ganz unterschiedliche Jugendliche zugänglich sind. Nicht nur für die, die schon politisch aktiv sind.

Welche Werte sind dir in deinem Projekt besonders wichtig?

Am wichtigsten ist mir, dass der Jugendrat eine gewisse Institutionalisierung erhält. Das Projekt soll mittelfristig nicht vom “Goodwill” einzelner Personen abhängen, sonder einen fixen Platz in der Entscheidungsfindung auf Ebene der Bundesverwaltung haben. Genauso wichtig ist Vielfalt: Sprachregionen, Geschlecht, Bildungshintergrund, Wohnort und auch Menschen mit Behinderung sollen im Rat vertreten sein. Offenheit ist mir zentral: Auch wer bei keiner Organisation (z.B. Jungpartei) Mitglied ist, kann sich bewerben und verschiedene politische Meinungen sollen respektvoll diskutiert werden. Dadurch hilft der Jugendrat, gegen die wachsende Polarisierung in unserer Gesellschaft anzukämpfen.

Wie trägt dein Projekt dazu bei, die Gesellschaft gerechter oder nachhaltiger zu gestalten?

Junge Menschen tragen die langfristigen Folgen heutiger Entscheidungen am längsten, haben aber am wenigsten Einfluss darauf. Der Jugendrat schliesst diese Lücke, indem er ihre Anliegen strukturiert in die Politik einbringt: zu Klima, Bildung, KI, soziale Gerechtigkeit und mehr. Weil wir gezielt auf Vielfalt achten, kommen auch Jugendliche zu Wort, die sonst kaum gehört werden, etwa aus ländlichen Gebieten oder ohne Hochschulabschluss. Das macht politische Entscheidungen nicht nur gerechter zwischen den Generationen, sondern auch innerhalb der jungen Generation selbst.

Wo stehst du mit dem Projekt? Was sind nächste Schritte?

Wir haben den Trägerverein im Juni 2026 gegründet und bereits schriftliche Unterstützung von den Bundesrats-Delegierten sowie eine erste Teilfinanzierung vom ARE, dem KJFG (BSV) und einer privaten Stiftung erhalten. Im Herbst 2026 (jetzt gerade) läuft die öffentliche Ausschreibung für die erste Gruppe von Mitgliedern, danach folgt das Auswahlverfahren. Im Februar 2027 das erste Arbeitswochenende der neuen Mitglieder und im März 2027 ist der offizielle Startanlass im Bundeshaus geplant. Als nächstes müssen wir vor allem die Finanzierung weiter sichern und die angestrebten Partnerschaften mit Dachverbänden aufbauen.

Wo setzt du dein Projekt um? Wen möchtest du ansprechen?

Das Projekt läuft schweizweit, mit Rücksicht auf alle Sprachregionen. Angesprochen werden sollen junge Menschen zwischen 16 und 28 Jahren aus der ganzen Schweiz – über Jugendorganisationen, aber auch über Schulen, Berufsverbände und soziale Medien, damit auch Jugendliche ohne bestehende Netzwerke den Zugang finden. Gleichzeitig richten wir uns an die Bundesverwaltung, insbesondere ARE und EDA, sowie an Parlamentarier:innen, die wir als Partner und Ansprechpartner für die Anliegen des Jugendrats gewinnen wollen.

Diese Inhalte wurden vom entsprechenden Projekt verfasst.

Weitere Informationen

Titelbild: Logo Jugendrat Agenda 2030 © Jugendrat 2030