Flyer Mountainly
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Mountainly

Kurzfilm- und Social-Media-Programm für junge Menschen zu Klima, Natur und Biodiversität

Mountainly bringt jungen Menschen bei, Geschichten über Klima und Natur so zu erzählen, dass andere hinschauen. Viele junge Menschen sorgen sich um die Umwelt, wissen aber nicht, wie sie ihr Anliegen sichtbar machen können. Bei uns lernen sie in zehn Online-Sessions Storytelling, Storyboarding, Kameraarbeit und Schnitt. Jede Session leitet eine Fachperson, darunter der Polarforscher Paul Rose, der Emmy-nominierte Tierfilmer Matt Aeberhard und der Storyline-Coach Tim Kelly. Die Teilnehmenden arbeiten in Teams an einem Umweltthema aus ihrer eigenen Umgebung, zum Beispiel einem verschmutzten See oder einem bedrohten Lebensraum, und drehen dazu einen Kurzfilm. Zum Abschluss zeigen alle Teams ihre Filme an einem Showcase. Das Programm ist komplett kostenlos, damit niemand wegen Geld ausgeschlossen wird.

Projekt von
  • Jens Thomsen
  • Olivia Beal
Award-Teilnahme

2026

Impressionen

Foto von Olivia Beal
Foto von Olivia Beal © mountainly.org
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Foto von Jens Thomsen
Foto von Jens Thomsen © mountainly.org
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Foto von Olivia Beal
Foto von Olivia Beal © mountainly.org
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Foto von Jens Thomsen
Foto von Jens Thomsen © mountainly.org
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Foto von Olivia Beal
Foto von Olivia Beal © mountainly.org
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Foto von Jens Thomsen
Foto von Jens Thomsen © mountainly.org
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Fragen an die Projektmachenden

Wie wollt ihr eure Idee umsetzen? Was braucht ihr dafür?

Der erste Durchgang läuft vom 3. Oktober bis 5. Dezember 2026, jeden Samstag von 16 bis 18 Uhr online. 17 Teilnehmende in sieben Teams sind angenommen. Die Sessions laufen per Videocall, Unterlagen und Aufzeichnungen liegen in einem passwortgeschützten Kursbereich auf mountainly.org, die Hausaufgaben laufen über Google Classroom. Olivia und ich organisieren alles ehrenamtlich, die Coaches bringen ihre Erfahrung ein. Damit das Projekt nicht an zwei Personen hängt, wollen wir eine befristete Praktikumsstelle schaffen, die unsere Social-Media-Kanäle ausbaut und neue Partnerschaften knüpft. Ausserdem gründen wir einen Verein in der Schweiz und eine Association in den USA, damit Mountainly eine feste rechtliche Form hat.

Was hat euch zu diesem Projekt inspiriert? Was treibt euch an?

Olivia und ich haben uns an der Climate Week in New York kennengelernt. Olivia kommt aus dem Film, ich aus der Klima- und Jugendarbeit, unter anderem als Vorsitzender des Villars Youth Council. Auf einer Expedition in die Antarktis habe ich erlebt, wie stark Bilder wirken, und wie selten solche Geschichten aus der Sicht junger Menschen erzählt werden. Dokumentarfilme wie Our Planet haben Millionen Menschen für die Natur begeistert. Wir wollen diese Tradition weiterführen und die Kamera jungen Menschen in die Hand geben, die über ihre eigene Umgebung erzählen. Mich treibt an, dass sich viele Gleichaltrige wegen der Klimakrise machtlos fühlen. Einen eigenen Film zu machen, verwandelt diese Sorge in etwas Konkretes, das andere erreicht.

Was möchtet ihr mit dem Projekt erreichen/ausprobieren?

Wir wollen zeigen, dass ein kostenloses, ehrenamtlich getragenes Programm junge Menschen in zehn Wochen befähigen kann, einen Film zu machen, der wirkt. Konkret: Alle sieben Teams schliessen mit einem fertigen Kurzfilm ab, die Filme erreichen über unsere Kanäle und die der Teilnehmenden ein Publikum, und wir gewinnen genug Erfahrung und Sichtbarkeit, um den nächsten Durchgang grösser und stärker aufzustellen. Ausprobieren wollen wir, wie gut das Format online funktioniert, wie viel Begleitung die Teams zwischen den Sessions brauchen und wie sich Mountainly langfristig finanzieren lässt, zum Beispiel über Mountainly Studios, ein Angebot, mit dem wir Social-Media-Inhalte für Firmen produzieren und so das Programm mittragen.

Wo möchtet ihr euch in dem Projekt persönlich weiterentwickeln

Ich studiere seit diesem Herbst Maschinenbau an der ETH Zürich und baue Mountainly daneben auf. Ich möchte lernen, eine Organisation auf ein stabiles Fundament zu stellen: Vereinsgründung, Finanzierung, Budgetplanung und der Aufbau eines Teams von Freiwilligen. Beim ersten Aufruf kamen zu wenige passende Bewerbungen. Daraus haben wir gelernt, dass wir sichtbarer und glaubwürdiger auftreten müssen, und wir haben nachgebessert. Dabei lerne ich viel über Kommunikation und darüber, wie man Vertrauen aufbaut. Ausserdem will ich besser darin werden, Menschen zu führen und Verantwortung abzugeben, damit das Projekt nicht an zwei Personen hängt.

Welche Werte sind euch in eurem Projekt besonders wichtig?

Zugänglichkeit: Das Programm ist kostenlos und online, damit Herkunft und Geld keine Rolle spielen. Ehrlichkeit: Die Filme zeigen echte Geschichten, keine Hochglanzkampagnen. Respekt: vor der Natur, vor den Menschen vor der Kamera und vor den Teilnehmenden. Wir holen für jedes Bild ein Einverständnis ein, bei Minderjährigen zusätzlich von den Eltern, und niemand muss etwas veröffentlichen. Eigenverantwortung: Die Teams wählen ihr Thema selbst und erzählen aus ihrer eigenen Sicht. Qualität: Wir arbeiten mit Profis, weil junge Menschen ernst genommen werden sollen.

Wie trägt euer Projekt dazu bei, die Gesellschaft gerechter oder nachhaltiger zu gestalten?

Umweltthemen werden oft von wenigen, gut ausgestatteten Stimmen erzählt. Mountainly gibt jungen Menschen, die sich keinen Filmkurs leisten könnten, das Handwerk und den Zugang zu Profis, kostenlos. So werden mehr und vielfältigere Stimmen hörbar. Jeder Film macht ein konkretes Umweltproblem aus der Umgebung der Teilnehmenden sichtbar und erreicht Menschen, die Berichte und Zahlen nicht erreichen. Die Teilnehmenden nehmen Fähigkeiten mit, die sie weiter für ihre Anliegen einsetzen können, in der Schule, in Vereinen oder im Beruf. Auch das Format ist nachhaltig: online, ohne Reisen, und alle Unterlagen bleiben als Archiv für die Alumni zugänglich.

Wo steht ihr mit dem Projekt? Was sind nächste Schritte?

Der erste Durchgang startet am 3. Oktober 2026. 17 Teilnehmende in sieben Teams sind angenommen, die Coaches für die ersten Sessions sind bestätigt und der Kursbereich auf der Website wird gerade aufgebaut. Die nächsten Schritte: die zehn Sessions durchführen und am 5. Dezember am Showcase alle Filme zeigen, die Filme mit Einverständnis der Teams auf Website und Instagram veröffentlichen, den Verein formell gründen, die Finanzierung für den nächsten Durchgang 2027 sichern und das Programm über Schulen und Partner wie Eco-Schools, GoodPlanet und das Villars Institute bekannter machen.

Wo setzt ihr euer Projekt um? Wen möchtet ihr ansprechen?

Mountainly wird von Zürich aus organisiert und läuft online, deshalb können junge Menschen aus der ganzen Schweiz und darüber hinaus teilnehmen. Die Sessions finden zu Schweizer Zeit statt. Wir sprechen junge Menschen unter 30 an, die sich für Klima und Natur interessieren und lernen wollen, darüber zu erzählen. Vorwissen im Film braucht es nicht, ein Handy mit Kamera reicht. Die fertigen Filme richten sich an ein breites Publikum, vor allem an Gleichaltrige auf Social Media, aber auch an Schulen, Gemeinden und Organisationen, die sich für die jeweiligen Themen einsetzen.

Diese Inhalte wurden vom entsprechenden Projekt verfasst.

Weitere Informationen

Titelbild: Flyer Mountainly