

Nachhaltiger Konsum
Ob in den Medien, in der Werbung oder auch zuhause beim Tischgespräch – der Begriff «nachhaltig» wird sehr oft verwendet. Auf vielen Produkten wird mit «nachhaltigem Anbau» geworben oder Firmen werben mit einer «Nachhaltigkeitsstrategie» . Doch was ist genau mit Nachhaltigkeit und nachhaltigem Konsum gemeint? Nachfolgend findest du wichtige Begriffsdefinitionen und Tipps, wie du deinen Alltag nachhaltiger gestalten kannst.
Fragen und Antworten
Mit «Nachhaltigkeit» ist ein verantwortungsbewusster Umfang mit Ressourcen wie Lebensräumen, Rohstoffen, Energie oder menschlicher Arbeitskraft gemeint. Die begrenzten Ressourcen sollen so genutzt werden, dass sie über einen längeren Zeitraum erhalten bleiben und nicht erschöpft werden.
Nachhaltigkeit bedeutet folglich, so rücksichtsvoll zu leben und seine Bedürfnisse zu befriedigen, dass die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden. Oft wird von drei Dimensionen gesprochen und zwischen ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Nachhaltigkeit unterschieden.
Die Weltbevölkerung wächst, gleichzeitig sind die Ressourcen unseres Planeten jedoch nicht unendlich verfügbar. Entsprechend müssen sich immer mehr Menschen die die vorhandenen Ressourcen teilen. Die Ressourcen sind jedoch nicht gleichmässig verteilt. Was in einzelnen Erdteilen «zu viel» konsumiert wird, fehlt wiederum in anderen Regionen der Welt.
«Nachhaltiger Konsum» bedeutet, hier und heute so zu leben, dass überall auf der Welt und auch in Zukunft alle Menschen so leben können. Konsum ist dabei nicht nur auf Nahrungsmittel beschränkt, sondern umfasst verschiedene Bereiche (Energie, Wasser, Rohstoffe etc.)
Ein messbarer Indikator für das Konsumverhalten ist der sogenannten «ökologische Fussabdruck » musst den Verbrauch natürlicher Ressourcen und gibt an, welche Fläche für die Produktion dieser Ressourcen notwendig wäre. Ein ökologischer Fussabdruck kann sowohl für eine einzelne Person aber auch als durchschnittlichen Pro-Kopf-Fussabdruck für ein ganzen Land gemessen werden.
Der Pro-Kopf-Fussabdruck der Schweiz macht deutlich, dass die Schweiz schon seit Jahrzehnten mehr Ressourcen verschleisst, als uns zustehen würde. Gemäss aktuellen Zahlen hat die Schweiz 2,5-mal mehr Ressourcen konsumiert als global verfüg bar sind pro Person. Anders formuliert, wenn alle Menschen Weltweit das Konsumverhalten der Personen in der Schweiz hätten, würden eine Erde nicht ausreichen, sondern es benötigt beinahe das dreifache.
Mit unserem Konsumverhalten trägt jede*r Einzelne von uns ebenfalls einen Teil zu dieser Entwicklung bei. Wenn wir uns online ein T-Shirt für 5 CHF kaufen, müssen wir davon ausgehen, dass es unter schlechten Bedingungen hergestellt wurde. Entsprechend kannst du dir überlegen, inwiefern du deinen eigenen Lebensstil nachhaltiger gestalten kannst. Eine Möglichkeit ist beispielsweise, weniger zu konsumieren und vermehrt auf Fairtrade- und Öko-Labels zu achten.
Informiere dich und sensibilisiere andere:
Neben dem individuellen Engagement Einzelner braucht es aber auch politische Veränderungen. Tausche dich mit anderen Interessierten aus, sensibilisiere dein Umfeld und bestimme in der Schweizer Politik mit.
Lanciere ein eigenes Projekt:
Du hast eine eigene Projektidee? Wir beraten dich kompetent und unterstützen dich bei der Umsetzung. Zudem kannst du dein Projekt am youngCaritas-Award anmelden und erhältst so die Chance auf tolle Preise.
Zahlen und Fakten Konsumverhalten in der Schweiz
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kg Lebensmittelverschwendet eine Person in der Schweiz pro Jahr im Durchschnitt.
(2019)
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Milliarden Kleidungsstückewerden jährlich produziert - doppelt so viele wie 2012.
(2022)
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Prozentder Treibhausemissionen in der Schweiz werden durch den Verkehr verursacht.
(2022)
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Erdenwürden wir benötigen, wenn alle Menschen den Ressourcenverbrauch der Schweiz hätten.
(2023)
Projekt Faires Lager für mehr Nachhaltigkeit in deinem Jugendlager
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Faires Lager steht für nachhaltige Jugendlager, liefert dir Tipps und Tricks und unterstützt dich und dein Leitungsteam. Wir unterstützen dich dabei, dass du eigene Strategien und Lösungsansätze findest, die Spass bereiten und in deinem Jugendlager anwendbar sind.
Das Projekt Faires Lager wurden von youngCaritas in Zusammenarbeit mit der Pfadibewegung Schweiz, Jungwacht Blauring Schweiz und Fastenaktion aufgebaut und etabliert. Seit Januar 2025 wird Faires Lager von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) weitergeführt.

