Pizza-Workshop im Social Supper Club: Teilnehmende lernen von Tobias Boschung, wie die Pizza aus dem Ofen kommt.
Pizza-Workshop im Social Supper Club: Teilnehmende lernen von Tobias Boschung, wie die Pizza aus dem Ofen kommt.

Social Supper Club

Gemeinsam kochen, begegnen und Teilhabe schaffen.

Der Social Supper Club schafft Begegnungen zwischen Menschen, die sich im Alltag oft kaum kennenlernen würden. Jugendliche, Senior:innen, Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung und weitere Interessierte kochen und essen gemeinsam. Dabei geht es nicht um einen klassischen Kochkurs, sondern darum, über etwas so Alltägliches wie Essen unkompliziert miteinander in Kontakt zu kommen, voneinander zu lernen und Vorurteile abzubauen. Die Veranstaltungen sind möglichst niederschwellig und werden gemeinsam mit lokalen Partner:innen organisiert. Gleichzeitig verbinden wir soziale mit ökologischen Themen: Wir arbeiten mit lokalen Produzent:innen, geretteten Lebensmitteln und machen nachhaltige Ernährung erlebbar. Das Format wurde bereits in mehreren Schweizer Städten und mit unterschiedlichen Partnerorganisationen erprobt. Nun möchten wir daraus ein Modell entwickeln, das auch Restaurants, Hotels und Landwirtschaftsbetriebe selbstständig durchführen und weitertragen können.

Projekt von
  • Tobias Boschung
  • Lukas Lauber
  • Yaari Messerli
  • Elja Leonetti
  • Lynn Moser
  • Doris Boschung
  • Andri Kober
  • Mamadou Barry
  • Mahdi Khavari
  • Sophie Perrenoud
  • Vincent Vandierendonck
Award-Teilnahme

2026

Impressionen

Gemeinsam gegen Einsamkeit: Beim Social Supper Club kochen Menschen verschiedener Generationen und Herkünfte Seite an Seite. Social Supper Club im Midas, 19. Dezember 2025.
Gemeinsam gegen Einsamkeit: Beim Social Supper Club kochen Menschen verschiedener Generationen und Herkünfte Seite an Seite. Social Supper Club im Midas, 19. Dezember 2025. © Coolinarik / Manolya (@manol.y.a)
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Begegnung ohne Druck: Beim gemeinsamen Pizzabacken wird gelacht, gelernt und zusammengearbeitet. Im Bild: Lukas Lauber, Gründer von Coolinarik. Pizzaplausch im Generationenhaus Bern, 25. Juli 2026.
Begegnung ohne Druck: Beim gemeinsamen Pizzabacken wird gelacht, gelernt und zusammengearbeitet. Im Bild: Lukas Lauber, Gründer von Coolinarik. Pizzaplausch im Generationenhaus Bern, 25. Juli 2026. © Coolinarik / Nelson Wagner (@nelsongainswagner)
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Daumen hoch: Die selbst gemachte Pizza wird gleich in der Küche probiert und geteilt. Social Supper Club im Midas, 19. Dezember 2025.
Daumen hoch: Die selbst gemachte Pizza wird gleich in der Küche probiert und geteilt. Social Supper Club im Midas, 19. Dezember 2025. © Coolinarik / Manolya (@manol.y.a)
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Gemeinsam gegen Einsamkeit: Beim Social Supper Club kochen Menschen verschiedener Generationen und Herkünfte Seite an Seite. Social Supper Club im Midas, 19. Dezember 2025.
Gemeinsam gegen Einsamkeit: Beim Social Supper Club kochen Menschen verschiedener Generationen und Herkünfte Seite an Seite. Social Supper Club im Midas, 19. Dezember 2025. © Coolinarik / Manolya (@manol.y.a)
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Begegnung ohne Druck: Beim gemeinsamen Pizzabacken wird gelacht, gelernt und zusammengearbeitet. Im Bild: Lukas Lauber, Gründer von Coolinarik. Pizzaplausch im Generationenhaus Bern, 25. Juli 2026.
Begegnung ohne Druck: Beim gemeinsamen Pizzabacken wird gelacht, gelernt und zusammengearbeitet. Im Bild: Lukas Lauber, Gründer von Coolinarik. Pizzaplausch im Generationenhaus Bern, 25. Juli 2026. © Coolinarik / Nelson Wagner (@nelsongainswagner)
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Daumen hoch: Die selbst gemachte Pizza wird gleich in der Küche probiert und geteilt. Social Supper Club im Midas, 19. Dezember 2025.
Daumen hoch: Die selbst gemachte Pizza wird gleich in der Küche probiert und geteilt. Social Supper Club im Midas, 19. Dezember 2025. © Coolinarik / Manolya (@manol.y.a)
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Gemeinsam gegen Einsamkeit: Beim Social Supper Club kochen Menschen verschiedener Generationen und Herkünfte Seite an Seite. Social Supper Club im Midas, 19. Dezember 2025.
Gemeinsam gegen Einsamkeit: Beim Social Supper Club kochen Menschen verschiedener Generationen und Herkünfte Seite an Seite. Social Supper Club im Midas, 19. Dezember 2025. © Coolinarik / Manolya (@manol.y.a)
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Begegnung ohne Druck: Beim gemeinsamen Pizzabacken wird gelacht, gelernt und zusammengearbeitet. Im Bild: Lukas Lauber, Gründer von Coolinarik. Pizzaplausch im Generationenhaus Bern, 25. Juli 2026.
Begegnung ohne Druck: Beim gemeinsamen Pizzabacken wird gelacht, gelernt und zusammengearbeitet. Im Bild: Lukas Lauber, Gründer von Coolinarik. Pizzaplausch im Generationenhaus Bern, 25. Juli 2026. © Coolinarik / Nelson Wagner (@nelsongainswagner)
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Daumen hoch: Die selbst gemachte Pizza wird gleich in der Küche probiert und geteilt. Social Supper Club im Midas, 19. Dezember 2025.
Daumen hoch: Die selbst gemachte Pizza wird gleich in der Küche probiert und geteilt. Social Supper Club im Midas, 19. Dezember 2025. © Coolinarik / Manolya (@manol.y.a)
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Fragen an die Projektmachenden

Wie wollt ihr eure Idee umsetzen? Was braucht ihr dafür?
Wir haben den Social Supper Club bereits in verschiedenen Städten erprobt. Nun wollen wir daraus ein einfach replizierbares Format entwickeln, das Gastronomie-, Hotel- und Landwirtschaftsbetriebe mit unserem Konzept und Coaching eigenständig umsetzen können. Ähnlich wie sich Food-Waste-Banquets verbreitet haben. Dafür planen wir weitere Pilotprojekte und Partnerschaften mit Caritas, SRK sowie Integrations- und Rassismuspräventionsstellen. Dabei wollen wir gezielt Synergien schaffen: Junge Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung, die einen Einstieg in die Arbeitswelt suchen, treffen auf Gastronomie und Hotellerie-Branchen, die Einstiegsmöglichkeiten bieten und gleichzeitig Personal suchen. Senior:innen und Geflüchtete wiederum können Wissen, Zeit und Erfahrungen austauschen und voneinander profitieren. Dafür brauchen wir ein einfaches Umsetzungskonzept, Coaching und eine Online-Kampagne, damit sich das Format langfristig selbstständig verbreiten kann.

Was hat euch zu diesem Projekt inspiriert? Was treibt euch an?

In unserem Umfeld kennen wir viele junge Menschen mit Fluchterfahrung, die motiviert und kompetent sind, aber nur schwer Arbeit finden, auch aufgrund von Vorurteilen im Bewerbungsprozess. Gleichzeitig fehlen Gastronomie und Hotellerie Mitarbeitende, während Integrationsangebote oft nur begrenzte Ressourcen haben. Hier wollen wir eine Win-win-Situation schaffen. Beim gemeinsamen Kochen begegnen sich Betriebe und potenzielle Mitarbeitende ohne Bewerbungsdruck, Fähigkeiten werden sichtbar und persönliche Begegnungen können Vorurteile abbauen. Gleichzeitig machen wir das soziale Engagement der Betriebe sichtbar und stärken das Image einer Branche, die viel zur Integration beitragen kann.

Was möchtet ihr mit dem Projekt erreichen/ausprobieren?

Wir möchten erproben, wie der Social Supper Club als einfaches, replizierbares Format funktioniert, das von lokalen Betrieben und Freiwilligen selbstständig weitergeführt werden kann. Ziel sind echte Begegnungen, weniger Vorurteile, neue berufliche Chancen und langfristige lokale Netzwerke.

Wo möchtet ihr euch in dem Projekt persönlich weiterentwickeln?

Unser Pilot in Fribourg hat gezeigt, dass das Konzept funktioniert. Aus nur drei Workshops und einem Pop up sind direkt zwei Vollzeitanstellungen für Menschen aus dem Asylbereich entstanden. Gleichzeitig haben wir sehr positives Feedback von unseren Partnerorganisationen erhalten. Jetzt möchten wir uns als Team darin weiterentwickeln, diesen Impact zu skalieren. Wir wollen herausfinden, wie wir das Format möglichst einfach und effektiv aufbereiten können, damit es von Gastronomie und Hotelbetrieben, sozialen Organisationen und Freiwilligen selbstständig übernommen und langfristig weitergetragen werden kann.

Welche Werte sind euch in eurem Projekt besonders wichtig?

Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt, haben materiell fast alles und werden trotzdem immer einsamer und konsumieren immer mehr. Genau dort liegt für uns der Ursprung des Projekts. Wir glauben, dass Erfüllung nicht durch mehr Konsum entsteht, sondern durch Gemeinschaft, Verantwortung und das Gefühl, gebraucht zu werden. Wir möchten Räume schaffen, in denen Menschen zusammenkommen, voneinander lernen, gemeinsam etwas schaffen und sich gegenseitig unterstützen. Unsere wichtigsten Werte sind deshalb Gemeinschaft, Teilhabe, Nachhaltigkeit, gegenseitige Verantwortung und Begegnung auf Augenhöhe.

Wie trägt euer Projekt dazu bei, die Gesellschaft gerechter oder nachhaltiger zu gestalten?

Wir schaffen Begegnungen zwischen Menschen, die sich im Alltag oft kaum begegnen. Dadurch entstehen persönliche Netzwerke, Vorurteile können abgebaut und Chancen geschaffen werden. Gleichzeitig verbinden wir soziale Integration mit konkreten beruflichen Perspektiven. Unser Pilot in Fribourg zeigt das Potenzial: Aus drei Workshops und einem Pop up entstanden zwei Vollzeitanstellungen für Menschen aus dem Asylbereich. Nachhaltigkeit bedeutet für uns aber auch, bestehende Ressourcen besser zu nutzen. Wir arbeiten mit geretteten Lebensmitteln, lokalen Produzent:innen und vorhandenen Räumen und Strukturen. Statt immer mehr zu konsumieren, möchten wir zeigen, welchen Wert Gemeinschaft, Teilen und gegenseitige Unterstützung haben.

Wo steht ihr mit dem Projekt? Was sind nächste Schritte?

Wir haben das Konzept erfolgreich getestet und bauen es nun schweizweit aus. Gemeinsam mit den Kantonen entwickeln wir die bestehenden Projekte in Bern und Fribourg weiter, weitere Piloten sind in Basel, Zürich und Lausanne geplant. Ziel ist, an jedem Standort eine lokale Leitperson aufzubauen, die das Format eigenständig weiterfährt. Parallel arbeiten wir an Partnerschaften mit EHL und SHL und möchten über deren Netzwerke Hotels gewinnen, die den Social Supper Club gemeinsam mit lokalen Integrationsstellen umsetzen. So soll Schritt für Schritt ein schweizweites Netzwerk entstehen.

Diese Inhalte wurden vom entsprechenden Projekt verfasst.

Weitere Informationen

Titelbild: Pizza-Workshop im Social Supper Club: Teilnehmende lernen von Tobias Boschung, wie die Pizza aus dem Ofen kommt. © Coolinarik / Nelson Wagner